Schülervertretung

Mitdenken, Mitentscheiden, Mitverantworten

Im Englischen gibt es den Satz „Children should be seen not heard“. Die deutsche Entsprechung ist wohl der Satz „Wenn Erwachsene reden, haben Kinder den Mund zu halten“. An der PWG halten wir allerdings beide Sprüche nicht für besonders intelligent und sind da viel weiter, denn bei uns heißt es: „Wenn Kinder etwas zu sagen haben, sollten die Erwachsenen sich die Zeit nehmen und einfach 'mal zuhören“. Dass das positive Konsequenzen hat, zeigen 30 Jahre Schülermitbestimmung an der PWG.

Die Schülerinnen und Schüler sind an einer Schule die wahren „Insider“. Ihr Insider-Wissen nicht zu nutzen, wäre ein großer Fehler, in der Wirtschaft würde man das als „Verschwendung von Ressourcen“ bezeichnen. Unsere Schülervertretung, kurz SV genannt, besteht aus rund achtzig Experten der Jahrgangsstufen 5 bis 13 in Sachen Schule – eine gewaltfreie, aber schlagkräftige und auch schlagfertige Gruppe. Sie wählen aus ihrer Mitte vier Sprecher und aus dem Lehrerkollegium drei Vertrauenslehrer. Nachfoldend finden Sie, findet ihr unsere Satzung.

SV 2017 I
Foto: Unsere SV mit unseren SV-Lehrern 2016/2017

Auch in diesem Schuljahr war die SV wieder auf der alljährlichen SV-Fahrt. Zusammen mit den drei SV-Lehrern und dem vier-köpfigem Schülerrat sind ca. 25 Klassensprecherinnen und Klassensprecher nach Münster gefahren. In der Jugendherberge am Aasee haben sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Alltag in der Schule beschäftigt. Wichtige Themen, wie das Fair-Trade Projekt, gegen Rassismus-Projekte und vieles mehr kamen zur Sprache.

SV 2017 II

Es ist ein schönes Erlebnis mit jungen und älteren Schülern zusammen am Schulleben zu arbeiten. Es werden viele, auch ganz neue Ideen besprochen und diskutiert. Ein Erlebnis, welches jeder Schüler und jede Schülerin einmal in seiner/ihrer Schullaufbahn mitgemacht haben sollte.

An unserer Schule wird der demokratische „Ernstfall“ gelebt. Es geht um eine Meinungsbildung mit Folgewirkung, die nicht in gedruckter Form in irgendeiner Schublade verschwindet, um das Sich-Einmischen und Sich-Gehör-Verschaffen, um das Durchsetzen von Schülerinteressen und das Realisieren guter Ideen, um das Wohlergehen der Gemeinschaft. Das muss man lernen, und das kann man besonders gut auf unseren mittlerweile legendären SV-Fahrten nach Hagen-Berchum, wohin wir uns jedes Jahr für drei Tage zurückziehen und unser SV-Seminar durchführen. In altersgemischten Gruppen lernen die Jüngeren von den Älteren (und andersherum!). Das macht allen Beteiligten viel Spaß und es bleibt immer noch genug Zeit für andere Unternehmungen. In den Arbeitsgruppen heißt es Mitdenken, Mitreden, Mitplanen, Mitentscheiden, Mitgestalten, Mitverantworten. Am Ende fahren wir gut gelaunt mit einer Reihe von Anträgen, die im „Planspiel Schulkonferenz“ auf den Prüfstand mussten, nach Unna zurück.

SV 2017 III
Foto: Erarbeitung eines SV-Antrags in der Gruppe

Daraus sind in den letzten Jahren viele erfolgreiche SV-Anträge entstanden, die das Gesicht unserer Schule entscheidend mitgeprägt haben. Die Anerkennung als „Schule ohne Rassismus“, die Initiierung der „Unnaer Vereinbarung“, die Teilnahme am Projekt „Schüler helfen Leben“, die Organisation eines Nachhilfeangebots für Sek-I-Schüler, die Neugestaltung des Oberstufenraums und die Durchführung von Aktionen z. B. gegen die Kopfnoten vor einigen Jahren sind dafür gute Beispiele. Die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der positiven Entwicklung unserer Schule bleibt auch unserer zukünftiges Erfolgsrezept.


 

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